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Tempolimit? Nein Danke!

Verfasst: Fr 7. Feb 2020, 18:55
von LoneDriver
Hi!

Will noch mal etwas Werbung für die Aktion der CSU gegen ein Tempolimit machen...... :driver: :driver: :driver:

https://www.csu.de/tempolimit-nein-danke/

Vielleicht mag sich ja noch jemand eintragen....... :131:
Tempo.jpg
Tempo.jpg (74.82 KiB) 10743 mal betrachtet
[/color]

Re: Tempolimit? Nein Danke!

Verfasst: Sa 8. Feb 2020, 18:48
von michae31
Oh Gott Jörch,

Gefakte Website!! Jetzt weiß sie wer du bist und wo du wohnst.... :sm34:
Du kannst erst einmal bei uns einziehen.

Micha

Re: Tempolimit? Nein Danke!

Verfasst: So 9. Feb 2020, 08:34
von Cruizzzer
Hallo Jörg,

Danke für diesen Link. Um so mehr da mich machen, desto besser.

Auch ich habe keine Lust mehr auf diese Verbotskultur, die sich überall breit macht.

Vor allem, weil ein generelles Tempolimit erwiesenermaßen nichts bringt! Weder für die Verkehrssicherheit noch den Umweltschutz!

Da heißt es jetzt: mitmachen!!!

Gruzzz

Cruizzzer-Michael

Michael

Re: Tempolimit? Nein Danke!

Verfasst: So 9. Feb 2020, 14:12
von janinamalin
Also dass sehe ich einmal ganz anders!

Ein generelles Tempolimit ist der schnellste und einfachste Weg für eine signifikante Reduzierung
der Unfallrisiken und der CO2-Emissionen im Straßenverkehr.

Schnell geradeausfahren ist ohnehin langweilig
und die paar Minuten individueller Zeitgewinn
können die damit einhergehenden Nachteile in keiner Weise rechtfertigen.

Wer unbedingt "rasen" will,
der soll auf die Rennstrecke gehen,
da gefährdet er nur sich und gleichgesinnte.

Für alle Anderen gilt: Vernunft einschalten und cruise.

Re: Tempolimit? Nein Danke!

Verfasst: Mo 10. Feb 2020, 08:12
von LoneDriver
Hallo Wolfgang

Das ist ja intereeesant..... Was für Zahlen kennst Du denn, wenn Du von einer signifikanten Reduzierung sprichst? Die Zahlen die ich aus den Medien kenne, fallen da deutlich geringer aus.

Ich wäre Dir dankbar, wenn Du deine Informationen zur CO2 Reduktion durch eine Tempolimit hier mal kundtun könntest.

:101:

Re: Tempolimit? Nein Danke!

Verfasst: Mo 10. Feb 2020, 12:33
von klein170478
Ein Thema was immer mehr aufkommt. Angesichts Greta & Co. Selbst ADAC rudert nun zurück und regt Tempolimit an.
Es gibt veschiedene Studien und Zahlen.
Angeblich bringt ein generelles Tempolimit ca 0,6% - 1,1% CO2 Reduzierung.
2019 gab es 70 Verkehrstote die aufgrund hoher Geschwindigkeit zurück zu führen sind.
Deutschland liegt noch hinter anderen Ländern zurück.

Hier mal ein Beitrag zu dem Thema
https://www.br.de/nachrichten/wissen/te ... ne,RpX8ouo


Persönlich....
Mit dem Z und jetzt noch mehr mit dem Camaro bin ich für kein Tempolimit.
Seien wir ehrlich. Bringt nix. Man kann eh kaum noch fahren.
Saison 2019 1x 312km/h gefahren, 3x 260km/h. Sonst gemütlich max 160 da links alles zu war.
Was bringt: wenn es Gefahrenstellen gibt, diese mit Tempolimit auszustatten. Da gibt es Studien auf deutschen Autobahnen die viel gebracht haben.
Aber auch das ist ja fast alltäglich geworden. Zusätzlich die Baustellen und dann noch "Brückenschäden 80".
Also wo kann man noch fahren...

Wirtschaftlich:
Wenn ich nur noch 130 fahren kann, brauche ich kein 6,2l V8. Kein Sportler a la Porsche & Co.
Keine M Modelle, AMG usw.....
Also werden Stellen gestrichen, Zulieferer, Tanken mit 98 oder höher Oktan..... alles kommt dann zurück.


Freie Fahrt für freie Bürger. Keine Bevormundung.
Ich bin alt genug um zu wissen wann man mal 300 fahren kann und wann nicht.
Ja Überschätzung, Drängler etc gibt es immer. Aber nicht alle nun über einen Kamm scheren.

Re: Tempolimit? Nein Danke!

Verfasst: Mo 10. Feb 2020, 14:04
von LoneDriver
Hallo Carsten

Diese Zahlen kenne ich....
Einen Reduzierung von COs von ca 0,6% - 1,1%, diese Zahlen kenne ich....
Ich habe auch schon, mal was 1,5 bis 2% gelesen.

Wolfgang spricht aber von einer signifikanten Reduzierung und damit meint er sicherlich keine Reduzierung von 1,5 oder 2%.

Von daher würde mich interessieren, von welchen Zahlen Wolfgang ausgeht....
Vielleicht bekommen wir ja eine Antwort.

Ansonsten kann ich mich deiner Meinung gut anschließen.....

Re: Tempolimit? Nein Danke!

Verfasst: Mo 10. Feb 2020, 20:47
von janinamalin
Dann will ich meinen Standpunkt einmal herleiten, auch wenn ich nicht jede Feststellung mit einer wissenschaftlichen Herleitung belege (kein Lust zu suchen)
Gesunder Menschenverstand und praktisches Erleben sollte ausreichen.

Die Untersuchungen mit bis zu 2% als Durchschnittswert über alle PKW wären nachvollziehbar
wenn man ca. 10 bis 15 % Schnellfahrer ansetzt. (das sollte einigermaßen passen)
Das bezieht sich dann aber auf den Durchschnitt aller Fahrzeuge und nicht auf die Schnellfahrer.

Aus persönlicher Erfahrung als ehemaliger Schnellfahrer kann ich berichten, dass ich mit einer Umstellung des Fahrstils von ziemlich zügig auf Tempomat 120 bis 130 km/h den Verbrauch meines Daily Driver von 8,5 auf 6,5 l/100 km reduziert habe. Das sind gut 23%. (x 10% --> 2%) und deckt sich auch gut mit der Physik.
Meine Durchschnittsgewindigkeit lt. BC hat sich dabei übrigens von von 59 auf 57 km/h reduziert

Unterstützend kommt hinzu, dass sich die Transportkapazität einer mehrspurigen Straße durch Reduzierung der Durchschnittsgeschwindigkeit um bis zu 50 % erhöhen lässt.
Ganz bis zum Optimum 80 km/h (Durchschnitt) will ja keiner runter, aber der Zusammenhang ist linear und mehr Transportkapazität = weniger Staus --> Weniger Verbrauch bei fast gleicher oder sogar verkürzte Reisedauer.
Auch das kann man in unseren Nachbarländern sehr leicht persönlich nachvollziehen.
Wer die Theorie dazu möchte, hier ist sie: http://homepage.rz.rub.de/ning.wu/pdf/F ... 8_2000.pdf

Ca. 13 % der 300.000 Unfälle mit Personenschaden 2015 hatten überhöhte Geschwindigkeit zur Ursache.
Neuere Zahlen find ich auf die Schnelle nicht. Es sind aber wohl etwas weniger Unfälle geworden.
Natürlich passiert nur ein Bruchteil davon auf Autobahnen,
aber jede Geschwindigkeitsreduziert reduziert das Unfallrisiko und die Unfallschwere.
Auch dass kann man in unseren Nachbarländern beobachten,
die sind nämlich nicht prinzipiell bessere Autofahrer als wir in Deutschland,
haben aber z.T. drastisch geringere Unfallzahlen (siehe z.B. Frankreich)
Das hängt natürlich auch noch von einer Reihe anderer Faktoren ab,
aber es gilt das Prinzip: schneller = gefährlicher.

Weniger Unfälle reduzieren außerdem das Staugeschehen mit den bereits erwähnten Auswirkungen.

Gute Argumente motivieren das Gros der Schnellfahrer natürlich nicht zu einem entspannteren Fahrstil, dafür ist der Adrenalinkick einfach zu cool, daher geht es wohl nicht ohne Tempolimit (mit engmaschiger Überwachung).

Aus persönlicher Erfahrung kann ich berichten, dass man sich an einen solchen Fahrstil sehr schnell gewöhnt und es schon nach kurzer Zeit genießt stressfrei = entspannt am Ziel anzukommen.
Mir haben in der Übergangsphase Hörbücher geholfen,
jetzt ist es total normal nicht mehr so schnell zu fahren.

Re: Tempolimit? Nein Danke!

Verfasst: Di 11. Feb 2020, 18:35
von Börni2.8
Moin,

1. wer will schon "Teil unserer Bewegung werden" (CSU) :02:
2. "Vor allem, weil ein generelles Tempolimit erwiesenermaßen nichts bringt! Weder für die Verkehrssicherheit noch den Umweltschutz!" - wie kann das den schon erwiesen sein, wenn es gar nicht stattfindet? :02:
3. "Seien wir ehrlich. Bringt nix. Man kann eh kaum noch fahren" - Das stimmt allerdings :03:
4. "Wirtschaftlich:
Wenn ich nur noch 130 fahren kann, brauche ich kein 6,2l V8. Kein Sportler a la Porsche & Co.
Keine M Modelle, AMG usw.....
Also werden Stellen gestrichen, Zulieferer, Tanken mit 98 oder höher Oktan..... alles kommt dann zurück." Und warum gibt dann in aller Welt genau solche Fahrzeuge, und dahin werden sogar mehr exportiert als im DE Markt verkauft werden? Als Potenzersatz - das kann sein. :mrgreen:

Korrekt - nicht nur die Todesfälle zählen, sondern alle Unfallopfer, die durch überhöhte Geschwindigkeit zu beklagen sind (dazu gehören natürlich auch die, die mit 60 km/h innerorts Leid erfahren.

1% Ersparnis - ist das etwa nicht signifikant?

Schnell fahren kann jeder, auch 300 km/h. Alle habens ja drauf. Fragt mal einen Polizisten, Rettungsassistenten oder Feuerwehrmann - die haben es oft mit Leuten zu tun, die dachten "ich habs ja drauf" (wenn sie noch sprechen können).

Ich fahre auch gerne schnell, dafür habe ich jetzt gerade wieder viel Geld ausgegeben. Aber der Verstand hilft dabei, das anders zu betrachten. Meiner jedenfalls. Und ich sehe tagtäglich (weiß nicht, bei wem das auch noch so ist) auf den BABs die Idiotie :33: .
Ich fahre nicht zum Spaß am Sonntag (außer mit euch :11: - und das gerne), sondern (fast) jeden Tag.
Außerdem macht das Fahren auf der Landstraße doch mehr Spaß. Auch mit Limit.
Gelernt ist gelernt, gell Micki :driver:

Grüße vom Börni

Re: Tempolimit? Nein Danke!

Verfasst: Mi 12. Feb 2020, 07:12
von Micki1005
Jawolllll, Börni. :03:

Ich bin ja auch sehr viel auf Europas Straßen unterwegs und ich stimme Wolfgangs und Börnis Ausführungen zu.

In Be/Ne/Lux und speziell F geht es deutlich gemütlicher zu als auf deutschen Autobahnen und auch ich habe meinen Fahrstil ähnlich wie Wolfgang geändert und fahre teils im Eco-Modus mit 120 / 130 km/h und verbrauche nur noch 8,x anstelle 16,y die mein Volvo mit dem T5 Benziner sonst so braucht.....

Aber wenn ich dann mal wie gestern nach Hause möchte, darf es auch mal etwas schneller gehen, vorallem wenn die Strecke frei und übersichtlich ist oder so schön kurvenreich wie die Kasseler Berge :mrgreen:

Aber die Entscheidung, auch mal schneller fahren zu wollen und zu dürfen, möchte ich selber, verantwortlich und der Verkehrssituation angepasst, selber entscheiden dürfen.

Meine beiden Brüder sind Rettungsassistenen bei der Berufsfeuerwehr in Duisburg und erleben den täglichen Wahnsinn der sich selbst überschätzenden Autofahrer , welche sie fast täglich irgendwo von den Leitplanken kratzen....

Könnte noch viel mehr schreiben, muss aber nun mal ins Geschäft fahren.... allen einen schönen Tag und vorsichtige Fahrt :03: